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Sie haben den Animationsfilm «Der König der Löwen» produziert. Was macht ein Produzent eigentlich genau?
Am besten kann man es vielleicht mit einem Football-Trainer vergleichen. Ich versuche, ein tolles Team zusammenzustellen und die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, erfolgreich zu sein. Ich habe einen grossartigen Job! Es ist nämlich der, den Walt Disney früher hatte. Ich kann mit tollen Leuten arbeiten und ihnen helfen, gute Filme zu machen.
Die ursprüngliche Version von «Der König der Löwen» kam vor vielen Jahren in die Kinos. Nun wurde der Film überarbeitet und erscheint neu in 3D. Was bedeutet Ihnen das?
Es ist ein ganz besonderes Gefühl. Der Film ist 17 Jahre alt, aber die Schauspieler sind nicht gealtert. Das ist das Tolle an Animationsfilmen, sie sind zeitlos! Und die Leute wollen den Film immer noch sehen. Wir wollten vorsichtig sein aber fanden es richtig, ihn in 3D herauszubringen. Es ist nun ein ganz anderes Kino-Erlebnis.
Bevor der Film veröffentlich wurde, haben sicher viele Testvorführungen gemacht. Wie wichtig ist die Meinung von Kindern bei Ihrer Arbeit?
Sie sind die Geheimwaffe bei Animationsfilmen, denn sie sind absolut ehrlich. Die ersten Vorführungen vom «König der Löwen» haben wir damals mit Viert- und Fünftklässlern gemacht. Hinterher haben wir sie gefragt: «Was denkt ihr, mögt ihr die Figuren, mögt ihr die Musik?» Wenn es hiess «Nein!», dann mussten wir darüber nachdenken, es anders zu machen.
Sie machen nicht nur Filme, sondern malen auch und haben ein Buch über Kreativität geschrieben. Was können Sie unseren «Zambo»-Mitgliedern für Tipps geben?
Sie sollten nicht das Gefühl haben, ganz schnell erwachsen werden zu müssen. Es gibt schon genug Pflichten. Da ist es wichtig, genug freie Zeit für andere Dinge zu lassen. Einen Tag mit Zeichnen oder Filmen zu verbringen ist völlig okay!
Den «König der Löwen» gibt es nicht nur als Film, sondern auch als Musical. «Zambo» hat im Hamburger Theater im Hafen einen Blick hinter die Kulissen geworfen.