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Das Didgeridoo - so tönt Australien
Das Didgeridoo stammt von der anderen Seite der Weltkugel, aus Australien. Es ist ein Instrument der Ureinwohner, die man «Aborigines» nennt. Die kennen und spielen es schon seit tausenden von Jahren. Niemand weiss genau, wann es erfunden wurde. Denn bei der traditionellen Herstellung spielt auch die Natur eine Rolle.
Ausgehöhlt wird ein klassisches Didgeridoo von Termiten, das sind Insekten, die sich gerne durch das trockene Holz im Inneren fressen. Weil heute so viele Touristen ein Didgeridoo mit nach Hause nehmen wollen, wird es oft auch einfach mit Maschinen hergestellt. Das Resultat ist am Ende ähnlich: Ein langes Holzrohr, das Musik macht – wenn man weiss, wie man hineinblasen muss. Dann klingt es fast so, wie man es ausspricht: Didscheriduuuououououououou!
Die Steel Pan - lockere Karibik-Klänge
Der Name dieses Instruments bedeutet übersetzt «Stahlpfanne». Mit einer Küchenpfanne hat die Steel Pan aber wenig zu tun. Zwar könnte man darin auch eine ordentliche Portion Essen kochen, aber dafür ist sie viel zu schade – obwohl sie innen etwas verbeult aussieht. Doch das muss so sein, denn die Vertiefungen sorgen dafür, dass man der Steel Pan so viele verschiedene Töne entlocken kann. Das können die Menschen in der Karibik besonders gut, denn dort kommt die Steel Pan her. Und so klingt das Instrument auch: leicht, sommerlich und fröhlich.
Der Dudelsack - eine schottische Erfindung
Gewitzt, die Schotten! Sie basteln ihre Pfeifen an einen Sack. Schliesslich gilt das Völkchen aus Grossbritannien als sparsam bis geizig. Warum also den guten, gebrauchten Atem in die Luft pusten? Nein, der wird schön gespart – zur späteren Verwendung im Dudelsack. Neben einer oder auch mehreren am Sack befestigten Pfeifen, auf denen Melodien gespielt werden, hängen daran noch Bordunpfeifen, die auch Brummer genannt werden. Warum? Sie brummen ohne Pause einen Ton vor sich hin, wenn der Dudelsack gespielt wird. Musik aus mehreren Pfeifen - da bekommt der Schotte was für seine Luft!
So pfeift der Schotte: mit dem Dudelsack unter dem Arm.
Quelle: keystoneDie Mbira - geheimnisvolles Afrika
Die Mbira hat in ihrer Heimat Afrika viele Namen, auf Deutsch nennt man sie Daumenklavier. Es gibt sie in vielen Ausführungen: Manche erinnern an ein Vogelhäuschen mit ein paar Metallstäben vor dem Eingang, andere haben so viele Metallstäbchen, dass man kaum noch etwas vom Holz sieht. Dann sieht die Mbira aus wie ein Set Besteck, dass auf ein Holzbrett genagelt wurde. Musik macht man damit, indem man an den Stäbchen zupft.
Dann macht es: Pling! Und wenn man es kann, sind dem Instrument geheimnisvolle Melodien zu entlocken. Allerdings sind die nicht besonders laut. Damit auch alle etwas hören können, waren die Afrikaner erfinderisch: Sie legten die Mbira in einen hohlen Kürbis oder einen Schildkrötenpanzer, um die Töne zu verstärken. Mit einer Plastikschale funktioniert das natürlich auch. Besonders beliebt ist das Instrument im südlichen Afrika, vor allem in Simbabwe. Dort gilt die Mbira als Nationalinstrument.
Die Maultrommel - das Hosentascheninstrument
Obwohl das kleine Ding aussieht wie eine ganz unbequeme Zahnspange, hat es weltweit Karriere gemacht. Am wummernden Klang der Maultrommel erfreuten sich vermutlich erst die Asiaten, später die Römer und dann der Rest der Welt. Egal ob arm oder reich – mit der Maultrommel vergnügten sich alle gleich. Das Metall im Mund, wird die hervorstehende Blattfeder per Finger in Schwingung versetzt. Schon geht das Gewummer los.
Und ebenso, wie wir beim Sprechen die Laute durch Bewegungen der Mundhöhle verändern können, lässt sich auch der Klang der Maultrommel beeinflussen. Das sieht lustig aus und klingt auch so. Geigen, Klaviere und Trompeten mögen sich edler anhören, aber ein bisschen Spass muss immer sein. Deshalb spricht alles dafür, dass auch in den nächsten Jahrhunderten noch gemaultrommelt wird.